Analvenenthrombose

Die Analvenenthrombose hat am Analrand ihren Ursprung und liegt immer distal der Linea dentata.

Pathogenese und Symptome

Bei der Analvenenthrombose handelt es sich um ein akut auftretendes Krankheitsbild der am Analrand oberflächlich verlaufenden Venen. Die häufig benutzte Bezeichnung der
“äußeren Hämorrhoiden” ist hier irreführend, weil sich die Analvenenthrombose in ihrer Entstehung und Therapie völlig vom Hämorrhoidalleiden unterscheidet.

Die Entstehung der mitunter sehr schmerzhaften Thrombosen ist im Detail nicht geklärt. Grundsätzlich werden Gefäßwandschäden, verminderte Blutströmungsgeschwindigkeit, veränderte
Blutzusammensetzung in den Venengeflechten als wahrscheinlich diskutiert, ferner können übermäßigen Pressen beim Stuhlgang, Schwangerschaften, längeres Radfahren u.s.w. die Thrombose begünstigen.

Diagnostiziert werden kann die perianale Thrombose durch die alleinige Betrachtung und Betastung des Afters. Die Thrombose schimmert als bläulich-livide Erhabenheit , die bis pflaumengroß werden kann, durch die Haut des Analrandes.

h2.Therapie:

Zunächst lohnt in der Regel ein nicht operativer Therapieversuch: Unter einer Therapie mit Schmerz- und Entzündungshemmenden Medikamenten in Salben und / oder Tablettenform, sowie manchmal einer Heparinhaltigen Salbe bessern sich die Symptome
bei den Betroffenen nach einigen Tagen oft deutlich. Für die operative Therapie stehen zwei Verfahren zur Verfügung:

1.Stichinzision (Einschneiden) und Exprimierung (Ausdrücken) des Thrombusmaterials;
diese Maßnahme kann in lokaler Betäubung ambulant durchgeführt werden. Nach der Behandlung kann es nach Abklingen der Betäubung zu Schmerzen kommen, welche in der Regel aber als geringer als vor der Maßnahme empfunden werden. Ein Risiko des
Wiederauftretens der Thrombose bleibt allerdings bestehen, so dass in manchen Fällen nach einigen Tagen erneut behandelt werden muss.

2. Die komplette Exzision (Entfernung) der Thrombose einschließlich der umgebenden Haut und des betroffenen Venenabschnitts in Lokalanästhesie oder Vollnarkose.
Dies ist ebenfalls ambulant möglich. Die Wunde bleibt nach dem Eingriff offen und es bedarf erhöhter Analhygiene wie z.b. das regelmäßige Ausduschen sowie Sitzbäder. Die Gefahr des Wiederauftretens ist hier um ein vielfaches geringer als bei der Stichinzision.

In jedem Fall sollte nach Abheilen der akuten Beschwerden eine Spiegelung des Enddarmes , sowie des Analkanals durchgeführt werden, um etwaige Ursachen der Thrombose aufzudecken und die Gefahr der Wiederholung zu minimieren.

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